Der Preis

Um die Videopräsentation des DFJP zu sehen, klicken Sie hier


„Frankreich? Deutschland? Das hatten wir doch alles schon.“ Jeder Journalist, der schon einmal versucht hat, ein deutsch-französisches Thema in einer Redaktion zu platzieren, kennt diese Reaktion. Doch das hat sich inzwischen wieder geändert. Angesichts der weltweiten Krisen, dem bevorstehenden Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union und dem Erfolg von populistischen Parteien in vielen Ländern geht es um die Zukunft des westlichen Lebensmodells und selbst das Thema „Krieg und Frieden“ steht wieder auf der Tagesordnung.

In dieser Situation kommt es erneut auf Frankreich und Deutschland an. Die Freundschaft zwischen beiden Ländern und der Wille, die Zukunft gemeinsam zu gestalten, sind für die weitere Entwicklung in Europa mehr denn je von Bedeutung. Auch 50 Jahre nach der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags lohnt es sich deshalb, genau hinzuschauen und das gegenseitige Verständnis für den Nachbarn zu verstärken und das Wissen über ihn aktuell zu halten und wenn möglich noch zu vertiefen.

Sieben Jahrzehnte nach Kriegsende scheint die Vergangenheit weitgehend aufgearbeitet, die Zukunft und die weltweiten Umbrüche, die Digitalisierung, der Klimawandel und die Flüchtlingsströme stellen beide Länder jedoch vor große Herausforderungen, die nur gemeinsam und auf internationaler Ebene bewältigt werden können. Dazu bedarf es – jenseits der immer wieder gern zitierten Klischees – eines nüchternen Blicks auf die Fakten, die Chancen und die Defizite im deutsch-französischen Verhältnis, egal ob im Rahmen der Politik, der Wirtschaft oder der Zivilgesellschaft.

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis (DFJP) steht für den Dialog zwischen Deutschland und Frankreich. Seit 1983 hat er sich zum Ziel gesetzt, herausragende Beiträge zu deutsch-französischen und auch europäischen Themen in allen journalistischen Genres besonders zu würdigen und auszuzeichnen.

Ziel ist es darüber hinaus, neue Projekte anzustoßen und die deutsch-französische Zusammenarbeit zwischen den Medien zu fördern. Die Jurys des DFJP sind auf diese Weise zu einer Plattform geworden, die zum Netzwerken einlädt und die in der Vergangenheit wichtige Anstöße zu neuen Programmideen und journalistischen Themen gegeben haben.

Die am DFJP beteiligten Medien und Institutionen Saarländischer Rundfunk, France Télévisions, Deutschlandradio, das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), Europe 1, ARTE, Deutsche Welle, Tageblatt, Le Républicain Lorrain, SaarLB, Deutsches Städte-Network (DSN), Radio France, Saarbrücker Zeitung, Gustav-Stresemann-Institut (GSI), Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW), Deutsch-Französische Hochschule (DFH), Fondation Robert Schuman und Stiftung Genshagen bilden gemeinsam das größte deutsch-französische Konsortium dieser Art.